Mittwoch, 18. Februar 2009

Musik und rosa Monster

Jedes Mal, wenn ich hier einen neuen Eintrag schreibe, habe ich das Gefühl mich erst einmal entschuldigen zu müssen. Doch diesmal habe ich einen wirklich guten Grund, weshalb ich so lange nichts habe von mir hören lassen: Aus der kleinen Geschichte um Màriams rosa Monster, ist nun ein ganzes Buch geworden! Ich bin soeben dabei das fünfte Kapitel zu überarbeiten, und freue mich schon darauf, das Ganze einem Verlag anzubieten. Es war auf jeden Fall ein Riesenspaß, das Buch zu schreiben. Wenn sich davon auch nur die Hälfte durch den Text transportiert, sollte es zu verkaufen sein, denke ich.
Ganz aktuell freue ich mich allerdings darüber, dass mein Bruder "Al" gerade für eine Woche bei mir zu Besuch ist, um in Hamburg Aufnahmen für das "Maiszerais Liederalbum" zu machen.
Da sich der Verlag nun doch dafür ausgesprochen hat, lieber mit deutschsprachigen Sängern und Sängerinnen zusammen zu arbeiten, sind jetzt noch zwei weitere großartige Musiker mit an Bord gekommen: Thomas Wenzel und Peta Devlin! Ich schätze mich wirklich glücklich und freue mich sehr, mit den Beiden arbeiten zu dürfen!
Die bisher entstandenen Lieder sind so eingängig und zudem so bildhaft, dass ich überlege ein Musical daraus zu machen! Mal sehen... Erste Ideen habe ich bereits. Morgen nehme ich mal meine Kamera mit ins Studio und versuche ein paar Fotos zu machen, die ich hier dann zeigen kann.
Das Bilderbuchprojekt mit Màriam geht ebenfalls gut voran. Die ersten Reinzeichnungen für die Vorschau sind sehr vielversprechend.
So. Jetzt muss ich aber schnell für Morgen noch einen von mir übersetzten Songtext abtippen. Anschließend noch ein Gläschen Wein mit Al, der sich bereits lautstark mit seiner Schwägerin unterhält (unser Haus ist sehr hellhörig) und danach ab ins Bett. Morgen geht es dann wieder früh raus und nach Hamburg ins Studio.

Freitag, 12. Dezember 2008

die Verlagsvorschau mit "Maiszerais" ist da!






















Endlich mal wieder ein paar Bilder in dieser Textwüste! Denn jetzt ist es offiziell: "Ich, der Räuber Maiszerais und die berühmteste Tafel Schokolade der Welt" erscheint im März 2009 bei dem Hamburger Kinderbuchverlag "edelkids".

Freud und Leid eines Autoren

Vor ein paar Tagen habe ich vom Verlag die wundervolle Nachricht erhalten, dass ein Bilderbuchprojekt von mir realisiert werden soll, welches mir sehr am Herzen liegt. Und zwar in Zusammenarbeit mit der von mir favorisierten spanischen Illustratorin Màriam Ben Arab!
Es ist eine sehr persönliche Geschichte, die ich sogar noch vor "Maiszerais" geschrieben habe. Und Màriam hat dazu so wundervolle Skizzen eingereicht, dass mir beinahe die Tränen kamen! - kein Scherz, es ist eine traurige Geschichte.
Nun, jedenfalls hoffe ich sehr, dass sie am Ende auch den Lesern gefallen wird. Denn gerade heute Nachmittag hat mir die Lektorin eines anderen Verlages die Unfähigkeit bescheinigt, gute Bilderbuchtexte verfassen zu können. Das hat mich doch getroffen, muss ich zugeben. Auch wenn sie versucht hat es positiv zu formulieren.
Sie sagte, Bilderbuchtexte zu schreiben wäre eine hohe Kunst. Es ginge darum, mit nur wenigen Worten eine Atmosphäre zu schaffen. Und da gibt es nicht viele, die das können. Ich würde jedenfalls nicht dazu gehören, da ich zu ausufernd in meiner Erzähleweise bin - auch wenn meine Ideen an sich toll wären.
Für sie wäre ich eher ein Kinderbuchautor. Maiszerais fand sie seinerzeit allerdings auch nicht stimmig.
Tatsächlich bin ich ein wenig verunsichert und kann nur hoffen, dass sie nicht Recht behält.
Denn eigentlich schreibe ich sehr gerne Bilderbuchtexte.

Mittwoch, 24. September 2008

TA-TA!!!!

Gestern erfahre ich, dass das Demo der "Ellsworthy Brothers" bei meinem Verleger gut angekommen ist! Sie finden es lustig, und wollen sogar, dass Al den Räuberpart auch in der Endproduktion singt. Das freut mich sehr!! Nun heisst es aber erst einmal Ruhe bewahren, bis wir tatsächlich Verträge in den Händen halten.

Inspiriert von zwei Zeichnungen eines rosa Monsters auf Màriams blog, habe ich eine kleine Geschichte dazu geschrieben. Ein deutscher Freund ihrer Eltern ist gerade dabei, eine Arbeitsversion davon ins Spanische zu übersetzen. Gleichzeitig bemühe ich mich hier in Deutschland schon mal um einen Verlag.

Ein weiteres neues Bilderbuchprojekt, ist durch meine Arbeit mit den Kindern an unser Kunstschule entstanden. Genauer gesagt, den Jungs. Meiner Frau und mir ist aufgefallen, dass Jungs, sobald sie einigermaßen figürlich darstellen können, mit Hingabe Monster und Roboter zeichnen. Das ist etwa ab dem vierten Lebensjahr so. Wenn man aber als Eltern ihren Interessen nachkommen will, muss man entweder Superheldencomics kaufen, oder die Kinder vor die Glotze setzen.
Im Kinderbuch hingegen wird das Bedürfnis der Befriedigung "männlicher Allmachtsfantasien" (so meine Frau) nahezu völlig ausgeblendet.
Dem entgegen stelle ich nun "Der größte, stärkste und mutigste Kampfroboter der Welt, aller Welten und aller Sterne"!
Lustigerweise sind die Kinder (sogar die Mädchen) alleine von dem Titel dermaßen beeindruckt, dass sie sofort wissen wollen, worum es in der Geschichte geht.
Glücklicherweise habe ich in Patrick Wirbeleit jemanden gefunden, der meine Idee (sein Sohn wird demnächst Fünf) begeistert aufgenommen, und auch schon die ersten Skizzen angefertigt hat. Jetzt heisst es "nur noch" einen mutigen Verleger finden, der von dieser Idee ebenso begeistert ist, wie wir und die Kinder.

Sonntag, 17. August 2008

Wieder zurück!


Diese Fotos habe ich von meinem Bruder während der Arbeit an den "Maiszereis" Liedern gemacht. Da Al kein Deutsch spricht, haben wir zunächst alle Stücke auf Englisch geschrieben.
Auf den Fotos kann man übrigens deutlich unsere Verwandschaft erkennen - hohe Stirn und ein Hang zu außergewöhnlichen Bartmoden.
Es hat mir eine Menge Spaß gemacht mit Al die Stücke auf den Weg zu bringen, zumal ich ja sonst mit Musik machen leider nicht so viel zu tun habe. Allerdings waren dann drei Tage arbeiten und die ganze Zeit aufeinander hocken genug für beide von uns.
Ich (und auch der Verlag) bin nun sehr gespannt auf die endgültigen Versionen der Stücke! Wenn alles klappt, sollten sie Ende des Monats fertig sein.

Sonntag, 27. Juli 2008

Illustrationen

Auch in meinem "neuen Beruf" als Kinderbuchautor, hat sich einiges getan seit dem letzten Post.
Nach einigem hin und her um die Illustrationen für Maiszerais, ist die Wahl nun auf Patrick Wirbeleit gefallen.
Ich muss zugeben, dass er nicht meine erste Wahl war. Die Zeichnungen, die ich bisher von ihm kannte, waren mir immer einen Tick zu süßlich. Aber nachdem unsere zwei "erste Wahlen" aus zwei verschiedenen Gründen ausfielen, schlug meine Lektorin vor, es doch einmal mit Patrick zu probieren. Und tatsächlich: sein Maiszerais begeisterte uns alle auf Anhieb. Jetzt kann ich mich beruhigt auf das fertige Buch freuen!
Ein anderes Buchprojekt, für das ich eine wundervolle Illustratorin habe begeistern können, ist die Geschichte von dem (unerträglich schlecht) reimenden "Piratenkapitän Glocke".
Entstanden ist "Captain Bell" auf Englisch. Alistair hat mir bei den Reimen geholfen, und hat auch sonst einen nicht unwesentlichen Autorenanteil an der Bilderbuchgeschichte.
Der Name der Illustratorin ist Mariàm Ben Arab. Auf ihrem Blog sind sogar die Skizzen, sowie die farbige Probeseite zu Captain Bell zu bewundern. Jetzt müssen wir nur noch einen passenden Verlag dafür finden.

Cambridge













Jetzt habe ich aber wirklich, wirklich lange nichts mehr von mir hören lassen!
Wie angekündigt, war ich in England. Dort traf ich mich leider nicht mit dem Mann, von dem ich gehofft hatte, er könne mir etwas mehr über Balthus künstlerisches Schaffen erzählen. Ich hatte mich beim Termin mit ihm doch tatsächlich um einen ganzen Monat vertan!!
Als man mich über meinen Fehler aufklärte, war ich natürlich dementsprechend schlecht gelaunt.
Dass ich dennoch ein paar nette Stunden in Cambridge verbrachte, verdanke ich meinem Freund dort, und dem "DINER OUT", meinem Lieblings Coffee House.
Auf dem Foto sieht man mich, bevor ich meinen ersten Schluck Tee hatte. Der Raum im ersten Stock ist tatsächlich nicht viel größer, als auf diesem Foto zu erkennen. Man hat also gute Chancen vom Fenster aus einen wundervollen Blick auf die berühmte "Round Church" zu werfen, während man an seinem frisch belegten Sandwitch knabbert.
Anschließend fuhr ich noch ein paar Tage zu meinen Eltern. Dort stellte ich fest, dass mein Frust, nichts über meinen Ur Großvater herausgefunden zu haben, so groß war, dass ich während meines gesamten Aufenthaltes kein einziges Mal die Truhe mit seinen Sachen öffnen mochte.
In der zweiten Augustwoche fliege ich wieder rüber. Diesmal allerdings, um meinem Bruder Alistair einen Besuch abzustatten. Wir wollen gemeinsam an den Songs weiter arbeiten, die er für Maiszerais geschrieben hat. Er lebt seit kurzem in Hastings. Dort ist es noch nicht so überteuert wie in London, aber auch nicht zu weit um bei Bedarf reinzufahren. Das zieht viele Künstler an. Mal sehen, wie lange noch. Für Al ist es aber am wichtigsten, die Nordsee vor der Tür zu haben. Da geht es ihm wie mir. Wenn man mit dem Meer aufgewachsen ist, kann man auf Dauer nicht ohne sein.